Arbeitszeiten und -orte

Das Kreditgewerbe mit seinen vielen hoch qualifizierten Kräften hat die flexibelsten Arbeitszeitregelungen aller Branchen: Im privaten Bankgewerbe arbeiten vier von fünf Beschäftigten in flexiblen Arbeitszeitmodellen, während es in der Industrie nur ungefähr halb so viele sind. Dieses Bild zeigt sich auch bei der Vertrauensarbeitszeit: Während nach Zahlen der TU Dortmund in Deutschland insgesamt knapp 10 Prozent der Beschäftigten in diesem Arbeitszeitmodell tätig sind, liegt der Anteil im privaten Bankgewerbe bei rund 17 Prozent. Das zeigt eine Befragung des Sozialforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes.

Die Untersuchung bestätigt, dass vor allem ein bestimmter Personenkreis ergebnisorientiert arbeitet: Die Beschäftigten in Vertrauensarbeitszeit sind überdurchschnittlich häufig Akademiker, Führungskräfte und außertariflich bezahlte Kräfte, und sie sind im Durchschnitt um ein Jahr älter als die Gesamtbelegschaft. Vor allem jedoch wird sehr deutlich: Die Mitarbeiter mit Vertrauensarbeitszeit bei den privaten Banken sind überdurchschnittlich zufrieden und gesund. Im Vergleich zu allen Beschäftigten und insbesondere zu ihren Kollegen mit starren Arbeitszeiten beurteilen sie die Qualität ihrer Tätigkeit und ihr Arbeitsumfeld erheblich besser.

Zugleich bietet das Bankgewerbe besonders vielen Mitarbeitern die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten; die Quote liegt über alle Mitarbeiter hinweg derzeit bei fast 23 Prozent, bei den außertariflich Beschäftigten immerhin bei 12 Prozent - Tendenz: seit Jahren steigend.

Auch bei den Arbeitsorten sind Bankbeschäftigte sehr flexibel: Im privaten Bankgewerbe arbeitet über ein Fünftel des Personals mindestens ein Mal pro Woche von zu Hause, ebenfalls ein Fünftel tut dies mindestens ein Mal pro Woche beim Kunden.


Grafiken Arbeitszeitregelungen
Grafiken Teilzeitquoten
Grafik Arbeitsorte
Neue flexible Arbeitsformen
(Sonderteil aus Jahresbericht 2011/2012 des AGV Banken)