Aus- und Weiterbildung

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze im privaten Bankgewerbe hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,8 Prozent erhöht, nachdem er 2012 deutlich um rund 6 Prozent gesunken war.

Die Ausbildungsquote (Verhältnis der Auszubildenden in den dualen Ausbildungsberufen zum Stammpersonal) lag im Jahr 2013 bei 5,9 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (6,2 Prozent) leicht gesunken. Bei Einbeziehung aller Ausbildungsformen, also insbesondere der dualen oder ausbildungsintegrierten Studiengänge, liegt sie immer noch bei rund sieben Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft, der sich seit Jahren konstant bei etwa 6 Prozent bewegt.

Den hohen Stellenwert der Ausbildung haben die Tarifparteien im privaten und öffentlichen Bankgewerbe unterstrichen und 2012 eine gemeinsame Erklärung zur Ausbildung („Ausbildungsinitiative“) unterzeichnet, die sie 2014 bekräftigt haben.

Laut Jugendstudie des Bundesverbandes deutscher Banken hat das Image von Bankberufen in den vergangenen Jahren deutlich gewonnen. Im Jahr 2012 haben 74 Prozent der Befragten die Berufswahl bei Banken als „gute Berufswahl“ und 12 Prozent als „sehr gute Berufswahl“ bezeichnet; das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Jahr 2009 (damals sagten 66 Prozent „gute Berufswahl“ und 9 Prozent „sehr gute Berufswahl“). Diese Umfrageergebnisse dokumentieren, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise keinen Einfluss auf die Attraktivität der Banken als Ausbildungsunternehmen und Arbeitgeber genommen hat. Im Ranking der kaufmännischen Ausbildungsberufe steht der Bankkaufmann bei den Auszubildenden weiterhin auf dem ersten Rang. Auch in der Rangliste der zahlenmäßig stärksten Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen  ist der Bankkaufmann mit Platz 9 unter den Top Ten aller 345 anerkannten Ausbildungsberufe vertreten.

Auch in der betrieblichen Weiterbildung belegt das Kreditgewerbe einen Spitzenplatz: Nach der jüngsten Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gibt die Finanzdienstleistungsbranche pro Beschäftigtem jährlich über 1.400 Euro für Weiterbildung aus, das ist fast doppelt so viel wie im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft (750 Euro).

Grafik Entwicklung Ausbildungsangebot und Ausbildungsquote
Grafik Entwicklung Image des Ausbildungsberufs Bankkaufmann/-Kauffrau   
Tabelle Qualität Banken-Ausbildung  
Text Ausbildungsinitiative 2014   
Ausbildungsvergütung Banken im Branchenvergleich   
Weiterbildung in der Finanzdienstleistungsbranche - Erhebung IW Köln  

„Unter verstärkter Beobachtung”
Artikel zu den Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation nach den Anforderungen des Anlegerschutzgesetzes
Autoren: Dr. Friedrich Isenbart, Rechtsanwalt; veröffentlicht in „Die Bank“ 3/2012

„Fitnessprogramm für die berufliche Zukunft”
Artikel zum neuen Ausbildungskonzept der Bausparkasse Schwäbisch Hall
Autoren: Werner Ollechowitz, Personalleiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall, und Kristin Seyboth, Leiterin Kredit- und Sparservice der Bausparkasse Schwäbisch Hall; veröffentlicht in „Die Bank“ 10/2013