Vergütung

Auch wenn die Stundenverdienste im Bankgewerbe zuletzt etwas geringer gestiegen sind als in der Gesamtwirtschaft: Die Kreditwirtschaft zahlt weiterhin überdurchschnittlich gut. Im Jahr 2013 lag das Entgelt pro Stunde bei 44,69 Euro; damit war es immer noch das höchste aller Wertschöpfungsbereiche und überstieg das in der Gesamtwirtschaft (28,83 Euro) um 55 Prozent.

Auch die Entgelte für geleistete Arbeit (also ohne Sonderzahlungen) liegen bei Banken über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft (hier um etwa ein Viertel). Auch innerhalb der Branche liegt das private Bankgewerbe an der Spitze: Das Durchschnittsgehalt liegt beim Stammpersonal (Tarif- und AT-Mitarbeiter) um fast ein Viertel und bei den Tarifangestellten um fast ein Fünftel über dem Durchschnittsgehalt der Sparkassen. Auch im Vergleich zu den Genossenschaftsbanken zahlen die privaten Banken mehr.

Bei der Betrachtung der Gehälter für Tarifangestellte - diese werden in den Tarifverhandlungen des Bankgewerbes festgelegt - ist angesichts von Marktschwankungen allein die Langfristperspektive sinnvoll. Hier zeigt sich, dass die privaten und öffentlichen Banken bei den Tarifgehältern seit der Jahrtausendwende einen relativ hohen Sockel aufgebaut haben, der noch vorhanden ist. So erklärt sich, dass die Gehälter seit dem Jahr 2000 nominal um rund 30 Prozent und real - also nach Abzug der Inflation - um über 9 Prozent gestiegen sind.

Grafiken Banken-Vergütung im Branchenvergleich
Grafik Vergütungskomponenten bei Tarifangestellten